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Lyrik/Texte/Kinderwege

 

Ich bin nur ein Kind

Kulleraugen

Grenzenlos

Wunschtraum

 

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028 Wunschtraum

 

Wäre da nicht dieses Bild gewesen,

die vage Ahnung eines lang ersehnten Traumes,

nie hättest du werden können

zu einem vollkommenen Wesen,

voller Leben und Liebe.

Du wurdest empfangen,

uns zu zeigen,

warum wir leben.

 

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029 Ich bin nur ein Kind

 

Manchmal

ist es schwer

ein Kind zu sein,

denn keiner hört mir zu.

Dabei

hätte ich euch

doch so viel zu sagen,

aber niemand hat Zeit.

Ich werde es

mit einem Trick versuchen,

dann werdet ihr

mir zuhören und mich

vielleicht

auch besser verstehen.

Heute

trage ich die Schuhe

meiner Mutter

und ihren Hut.

Alle denken

ich sei schon groß

und die Erwachsenen

mit ihren wichtigen Minen

werden nicht merken,

dass ich noch ein Kind bin.

Und

wenn ich ihnen sage,

wie schön es ist

zu leben

und geliebt zu werden

und

wie spannend es ist

täglich etwas Neues zu lernen,

werden sie

hoffentlich nachdenklich.

Und

vielleicht sehen sie ja,

wenigstens für einen Augenblick,

den blauen Himmel,

hören das Zwitschern der Vögel.

und

mit ganz viel Glück,

halten sie inne

und genießen die Sonne

und den Geschmack des Lebens.

Dann

lege ich Hut und Schuhe ab

und alle

werden mich niedlich finden,

aber niemand hört mehr zu.

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030 Kulleraugen

 

Wenn wir in große Kinderkulleraugen sehen,

versinken wir in einem Meer

voller Liebe und Vertrauen.

Die Herzen werden weit

und unsere Augen

bekommen diesen feuchten Glanz

des ganz großen Glücks.

Wir sagen Ei, Ei, Ei und Tei, Tei, Tei

und fühlen uns verstanden,

sprechen wir doch

die Sprache der Liebe.

Während die einen

schon alt auf die Welt kommen,

werden die anderen jünger,

indem sie reifen.

Und wieder andere,

verlieren immer mehr

den Glauben an sich

und das Leben,

und glauben am Ende

an gar nichts mehr.

Das sind die,

die schon alt waren,

bevor sie anfingen

zu leben.

Schenken wir

den jungen Greisen

doch unsere Ohren

und ein wenig von unserer

wertvollen Zeit,

damit sich ihre Seelen erwärmen

und die Liebe Einzug halten kann.

 

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013 Grenzenlos

 

grenzenlose Freude

empfinden unsere Kinder,

wenn sie die Welt entdecken.

Die ersten Schneeflocken auf ihrer Haut

schmelzen und sie die kleinen Wunder

ihres Lebens genießen.

Grenzenloses Vertrauen

zu denen von denen

sie abhängig sind.

In der grenzenlosen Sehnsucht nach Liebe,

werden sie die grenzenlose Freude,

das grenzenlose Vertrauen

und die grenzenlose Hoffnung,

Schritt für Schritt verlieren

und sich nicht mehr wagen

daran zu glauben,

Aber irgendwann

spüren sie wieder

die grenzenlose Hoffnung

und ganz heimlich

schleicht sich auch die Freude wieder ein,

grenzenlos.

 

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